Pages

Freitag, 15. Juli 2022

Mottes Tagebuch - Auf Güldensterns Spur Teil 2

 

Tagebuch von Motte- Wildnis und Untote

 

Wieder eine Rast im Schein des Lagerfeuers. Ich habe die letzte Wache. Vor dem Sonnenaufgang ist kalt und dunkel. Untote sollen in der Umgebung herumstreifen. Aber die Angst in meinen Gliedern sitzt tiefer.Meine Hände zittern immer noch. Er ist es. Ein Jahr, elf Monate und 27 Tage. Aber er hat mich nicht erkannt – hoffentlich. Er war damals gut im Verstellen. Aber der Reihe nach. Schreiben beruhigt.


Direkt nach der Ankunft in Totholz erregten wir Aufsehen. Zippi hat mich mit einem Zauber belegt. Plötzlich schwirrten Fee mit einem seltsamen grünen Schimmer um mich herum. Erst dachte ich, zu meiner Verwirrung, aber es schien, daß es anderen zur Ablenkung dienen sollte. Nun Unbemerkt blieben wir nicht.

Die Prätorin des Orts von der Familie Scorn nahm uns in Empfang. Schnell führte sie uns in ein Hinterzimmer. Zu ihm. Eiskalt lief mir ein Schauer über den Rücken. Wäre das meine Entdeckung? Aber ich musste mich fassen. Und es gelang mir. Ich war nicht allein. Ich habe Gefährten. Das gab mir Kraft.

 

Die Prätorin machte ein Angebot. Informationen über Aurelia und Juri für diejenigen, welche sich um das Untotenproblem kümmern wollten. Wir hatten zunächst nicht viel zu bieten. Er führte aus, daß die Südmeer-Handelsgesellschaft nicht nur über mehr Wissen zu den Untoten, sondern auch über mehr Schlagkraft verfügte. Aber letztlich konnten wir die Prätorin überzeugen, daß wir für Sie einen vorteilhaften Handel mit Port Grimm garantieren könnten. Geld zieht immer mehr als Ochsen. Er stürmte aus dem Zimmer, hochrot vor Zorn. Sein Blick traf mich. Ich bin mir nicht sicher, ob er mich erkannt hat. Mein Vorschlag schnell aufzubrechen wurde von allen geteilt. So machten wir uns schnell im Dunkeln auf den Weg nach Richtung Süden.

 

Die Informationen der Prätorin waren wenig aber interessant. Im Süden suchen sie nach alten Artefakten und Zugängen zu den Minen der Zwerge. Nachdem Aurelia und Juri in Richtung des alten Zwergenklosters aufgebrochen waren, kam es dann gut eine Woche später zu den ersten Angriffen von Untoten. Die wichtige Frage ist nun, wurden die Untoten befreit oder durch eine andere Macht erschaffen?


Die Art, welche hier häufig zu sein scheint, sind die Festrogs. Untote, erschaffen von Necromanten oder mächtiger magischen Entladungen. Keine Seuche, wie die der Ghule. Das macht es wahrscheinlich, daß Aurelia und Juri etwas ausgelöst haben. Kann es sein, daß sie einen Schutzzauber gestört haben? Vielleicht war ein Necromant in das Kloster gebunden. Es scheint mir aber unwahrscheinlich, daß es eine magische Entladung gegeben hätte. Ein Ereignis dieser Stärke wäre wohl aufgefallen. - Nachtrag: Wie ich später erfuhr glauben die Zwerge, daß Droska die Festrog erschafft. Könnte es also auch rituelle Magie sein? Wie passt das aber zeitlich zu Aurelia und Juri? Haben sie vielleicht einen Untoten Priester befreit?


Das Schreiben tut mir gut. Meine Hand zittert nicht mehr. Es gilt Geheimnisse zu bewahren – andere zu lösen. Die Dämmerung zeichnet sich lila am Himmel, ich werde meine Gefährten wecken.


-


Wieder nur eine kurze Pause, bevor das alte Zwergenkloster in Sicht kommen soll. Ein aufregender Tag und es ist gerade früher Nachmittag. Ich habe die mystischen Steine der Runenherrscher gesehen. Es sind wirklich Hexagone. Ich konnte es mir nicht vorstellen, daß sie natürlich seien, als ich davon gelesen hatte. Aber hier waren sie.


Schnell wurde ich aber wieder ins hier und jetzt geholt. Wir stießen auf das Lager der Schatzsucher. Dort gab es ein Massaker. Tote überall – und Untote. Wir hatten mit drei Festrog zu tun. Aber schnell waren sie erledigt. Ich konnte einen durch einen glücklichen Wurf erlegen. Zippi brachte zwar keinen zur Strecke, aber wirkte einen beeindruckenden Zauber. Wieder kam grünes Feenvolk. Es schleuderte einen der Untoten aus seinem Versteck. Mit einer solchen Wucht, daß er zunächst, wie tot liegen blieb. Doch musste Hartmuth ihm ein Ende machen, als der Untote aufsprang und Zippi fressen wollte. Auch den letzten Festrog mußte Hartmuth erledigen. Mein Messergurt löste sich, als ich ein weiteres Mal einen Wurf versuchen wollte. Auch Zippi schaffte es nicht den Festrog aufzuhalten. Aber die sichere Axt des Zwergs spaltete den Kopf des Untoten bis zu den Schultern.

In all dem Chaos des zerstörten Lagers fanden wir noch Überlebende. Sie gaben uns weitere Informationen, daß Aurelia und Juri tatsächlich sich nach dem alten Zwergenkloster aufgemacht haben. Auch erzählten sie von dem Auftauchen der Untoten. Da es sich hier ehemals um Echsenmenschen handelte, teilte ich meine Vermutung über die mögliche Entstehung. Hartmuth bedachte mich dabei wieder mit einem fragenden Blick. Habe ich vielleicht schon wieder zu früh etwas von mir preis gegeben? Wenn die Gefahren weiter auf uns einstürmen, werde ich wohl bald weiteres offenbaren müssen.


Unsere Reisegesellschaft ist mittlerweile um die drei Überlebenden angewachsen. Die Aussicht zwischen Untoten und einer möglichen Versklavung durch die Südmeer-Handelsgesellschaft wählen zu können, machte es attraktiv für sie uns zu begleiten. So sind jetzt ein Elf, ein Halbling und eine Menschenfrau unsere neuen Gefährten.


Daß wir jetzt einige mehr sind, macht uns nicht unauffälliger, aber zumindest etwas sicherer. Kam das nächste Ungemach doch an einer Brücke. Dort waren Fallen aufgestellt. Zippi entdeckte sie mit seinem scharfen Blick und löste sie absichtlich aus. Sofort wurden wir von Todeshyänen angegriffen. Eine stürzte sich auf Zippi, doch er sprang über sie hinweg. Leider gelang es ihm nicht sie mit Hilfe des Feen-Zaubers von der Brücke zu stoßen. Einer unserer neuen Begleiter schaffte es aber, mit einem geziehlten Steinwurf sie zu töten. Als ich eine andere Hyäne mit einem Messerwurf erledigen wollte, ereilte mich wieder das schwarze Pech. Der vermaledeite Gurt löste sich wieder und ein weiteres meiner Messer ging verlustig. Letztlich wurde auch die zweite Hyäne bezwungen. Hartmuth schlug sie aus der Decke, um die Felle für später zu nutzen.


Im weitern Weg nahm Hartmuth mich zur Seite. Ich sollte Zippi Anerkennung zollen. Das fiel mir leicht, ob der Zauber, die er gewirkt hatte. Auch wenn mir die rechten Worte fehlten. Mein Interesse welche Art der Magie er nutzt, ist bereits geweckt. Leider konnte – oder wollte? - er mit keine Auskunft geben. Aber vielleicht war dies auch ein erster Schritt, um Vertrauen aufzubauen?


Doch war das Ungemach noch nicht vorüber. Auf dem weiteren Weg kamen wir an einen Ort an dem Xtabays wachsen. Ich erkannte die fleischfressenden Pflanzen sofort, anhand der Zeichnungen aus „Gefahren des Südmeers“. Erschreckend war jedoch, daß sie ein Opfer bereits aussaugten. Schnell war beschlossen, daß Hartmuth die Person retten würde. Geschützt mit vielen Lagen Kleidung, mit einem Feen-Zauber versehen und unter unser aller Zurufen, schaffte es Hartmuth den Halbling zu befreien – ohne daß die Pflanzen ihr Gift versprühten. Wieder war es Zippi, der uns – wie bereits an der Brücke – darauf aufmerksam macht, daß im Gebüsch zwei weitere Wesen lauerten. Ein Grüner Manta und ein Pflanzengolem. Beide hier heimisch, wie ich erfuhr. Seltsam ist, daß auch sie abzuwarten scheinen. 

 

Wie die Hyänen an der Brücke. Sollten die Xtabay ählich, wie die Fallen die Pflanzenwesen zum Angriff treiben? Gibt es eine Macht, die sie dazu bringt? Welche Kraft könnte das sein. Wenn es Magie ist, wird es kein Novize sein, dem wir dann entgegen treten. Ich hoffe es sind Relikte alter Zauber, vielleicht wiedererweckt durch Aurelia und Juri. Sonst wird es sicherer und einfacher sein. kehrt zu machen und sich der Südmeer-Handelsgesellschaft zu stellen. Eine Person, welche die Macht hat, in kurzer zeit Untote und Fallen zu schaffen, braucht sicher mehr als zwei Helden und mich um bezwungen zu werden.

0 comments:

Kommentar veröffentlichen